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Hundeeis selber machen: 3 leckere Rezepte

So einfach und günstig kannst du Hundeeis selber machen – wir zeigen dir, wie’s geht. Bei den sommerlichen Temperaturen freuen sich nicht nur Frauchen und Herrchen über eine leckere Abkühlung, sondern auch Hunde lieben Eiscreme. Normales Speiseeis ist aber leider oftmals mit Zucker, Schokolade oder anderen für den Hund giftigen Zutaten versetzt. Um den Fellnasen einen sicheren und gesunden Eisgenuss zu ermöglichen, stellen wir dir in diesem Blogbeitrag unsere top drei HelloBello Lieblings-Hundeeis-Rezepte vor. Teste HelloBello und spare auf deine erste Lieferung! Hundeeis-Rezepte: Getreidefrei, zuckerfrei und gesund genießen! Im Eissalon sollte der kleine Vierbeiner besser nicht mitschlecken. Dennoch muss ihm die leckere Abkühlung nicht verwehrt bleiben. Mit ein paar wenigen Zutaten kannst du Hundeeis selber machen und damit eine sommerliche Abkühlung für deine Fellnase zaubern. Lies auch: Hitze und Hund – ein gefährliches Duo Hundeeis-Rezept #1: FRUCHTIG – Joghurt und Wassermelone Wir starten fruchtig und zeigen dir gleich einmal, wie du ein erfrischendes Jogurt-Wassermelonen-Hundeeis selber machen kannst. Denn das ist ganz einfach und verlangt nur zwei Zutaten – Jogurt und Melone. 😉 Das brauchst du: etwas Naturjoghurt oder eine pflanzliche Alternative (z. B. Sojajoghurt) 1 Wassermelone Und so geht’s: Um dieses sommerliche Jogurt-Wassermelonen-Hundeeis selber zu machen, schneidest du zuerst die Wassermelone in möglichst kleine Stücke, entfernst alle Kerne und pürierst das Fruchtfleisch gut, sodass eine cremige Masse entsteht. Die mischst du dann gemeinsam mit ein paar Löffeln Jogurt in einer großen Schüssel. Jetzt kommt die Mischung in eine beliebige Form, z. B. eine Eiswürfelform, und ab damit in den Gefrierschrank. Nach ein paar Stunden kannst du deinen Liebling mit einem superleckeren Hundeeis überraschen. Hundeeis-Rezept #2: HERZHAFT – HelloBello Hundeeis Mit HelloBello Hundeeis selber machen? Selbstverständlich! Kalt serviert eignet sich unser frisch gekochtes Hundefutter perfekt für eine erfrischende Abkühlung an heißen Sommertagen. Das brauchst du: Cowgenuss, Gockelspeis oder Ringeltanz von HelloBello etwas Wasser Und so geht’s: Für das HelloBello-Hundeeis schnappst du dir zuallererst eine Packung Cowgenuss, Gockelspeis oder Ringeltanz von HelloBello. Das mischst du dann mit etwas Wasser und pürierst es gut. Anschließend kommt die Masse in einer passenden Form für ein paar Stunden in den Kühlschrank und schon ist das Hundeeis fertig – Mahlzeit! Hundeeis-Rezept #3: SÜSS – Erdnussbutter-Bananeneis Für alle Zuckermäulchen empfehlen wir ein Erdnussbutter-Bananeneis. Dieses Hundeeis-Rezept besteht aus drei einfachen Zutaten, die in den Sommermonaten in keinem Haushalt fehlen sollten. Das brauchst du: 1 reife Banane 1 Becher Naturjoghurt 2-3 EL ungesüßte Erdnussbutter Und so geht’s: Für das Erdnussbutter-Bananeneis schneidest du zuerst die Banane in kleine Stücke. Jetzt gehört sie zusammen mit dem Jogurt und der Erdbnussbutter gut püriert und in passenden Förmchen eingefroren. Ein paar Stunden warten und fertig ist das Hundeeis! Bello's Tipp: Für ein bisschen mehr Spaß beim Verzehr kann das Eis natürlich auch auf eine Schleckmatte gestrichen oder in einen Leckerliball gefüllt werden.PS: Ab der dritten Bestellung gibt es eine Schleckmatte von HelloBello gratis zu deiner Bestellung dazu! Hundeeis selber machen: Das musst du dennoch beachten Hundeeis ist zwar eine willkommene Abwechslung an heißen Sommertagen, dennoch solltest du deinen Vierbeiner nicht zu oft damit verwöhnen. Die Kälte kann bei häufigem Verzehr zu Magenproblemen und Durchfall führen. In geregelten Maßen sollten im Normalfall allerdings keine Beschwerden auftreten, sodass sich dein Hund problemlos an seiner erfrischenden Abkühlung erfreuen kann. Wir wünschen dir und deinem Vierbeiner viel Spaß beim Ausprobieren unserer Hundeeis-Rezepte!

Alexa Hammerschmidt
Hund und Hitze – ein gefährliches Duo

Hundebesitzer aufgepasst! Der Sommer ist da! Es ist wieder Zeit für Eiscreme, Baden und in der Sonne brutzeln. Doch alles, was wir Menschen am Sommer und der Wärme so lieben, kann für unsere Hunde schnell zu einer gefährlichen Belastung werden. Hund und Hitze sind nämlich ein gefährliches Duo. Wir können frei entscheiden, wie wir unseren Körper abkühlen und wie viel Hitze und Sonne wir vertragen. Aber wie machen Hunde das? Nicht alle Hunde empfinden Hitze gleich, manche vertragen sie besser als andere. Herkunft und Rasse des Hundes spielen eine entscheidende Rolle. Ein Siberian Husky wird sich im Hochsommer nie so wohl fühlen wie ein afrikanischer Rhodesian Ridgeback. Je nach Rasse verträgt der Hund die hohen Temperaturen besser oder schlechter. Besonders schwer haben es kurznasige, stark übergewichtige, kranke und ältere Hunde. Diese Hunde brauchen besondere Aufmerksamkeit und Pflege, um die heißen Tage gut zu überstehen. Beobachte deinen Hund gut und handle entsprechend, um eine Überhitzung zu vermeiden. im Graß liegender Huskey Hund und Hitze Hund und Hitze: Haben Hunde Schweißdrüsen? Die Aussage "Hunde können nicht schwitzen" ist per se nicht ganz richtig. Denn an den Pfoten haben Hunde tatsächlich Schweißdrüsen. Diese reichen aber bei Weitem nicht aus, um den gesamten Körper abzukühlen. Also wie regulieren Hunde ihre Körpertemperatur? Den größten Teil der Arbeit erledigen hier Mund, Zunge und Nase. An heißen Tagen hängt die Zunge weit aus dem Maul heraus und dein Vierbeiner hechelt und hechelt. Die warme Luft wird über die Maulhöhle ausgeatmet, wobei der Speichel auf der Zungenoberfläche verdunstet und so für Abkühlung sorgt. Je stärker der Hund hechelt, desto mehr wird der Körper gekühlt. Lies auch: Wasservergiftung beim Hund: Symptome, Behandlung & Prävention Hund und Hitze: So einfach kannst du deinem Hund bei helfen Für Hundebesitzer ist es unerlässlich den Hund an heißen Tagen gut im Blick zu behalten und ihm mit einfachen Tricks zu helfen: Mittagshitze vermeiden! Spaziergänge im besten Fall in die frühen Morgenstunden oder in den Abend legen. Bei Ausflügen und längeren Spaziergängen ausreichend Wasser mitnehmen. Laufen auf Asphalt so gut es geht vermeiden. Wenn du deinen Handrücken nicht länger als 5 Sekunden auf den Asphalt legen kannst, ist er für Hundepfoten definitiv zu heiß! Fahrrad- und Inlinertouren ohne Hund genießen. Für Schattenplätze sorgen, auf die der Hund sich zurückziehen kann. Den Hund NIEMALS im Auto lassen! Ausreichende Hydrierung bei Hitze Fürsorgliche Hundebesitzer machen sich natürlich auch Gedanken darüber, ob der geliebte Vierbeiner an heißen Tagen ausreichend hydriert ist. Zur ersten Beruhigung: Hunde haben grundsätzlich ein sehr gutes Gespür dafür, wie viel Wasser ihr Körper braucht und trinken von sich aus genug, solange er Zugang zu frischem Trinkwasser hat. Trotzdem kann es nicht schaden, die Wasseraufnahme besonders während einer Hitzeperiode im Blick zu behalten. Ein Futter mit hohem Feuchtigkeitsgehalt kann an solchen Tagen eine große Hilfe sein. Hochwertiges Frischfutter von HelloBello enthält ca. 70% Feuchtigkeit und sichert so schon einen großen Teil der Wasserversorgung des Hundes. Im Vergleich dazu hat Trockenfutter in der Regel nur zwischen 3% bis 11% Feuchtigkeit und der Hund muss deutlich mehr trinken um ausreichend hydriert zu sein.HelloBello probieren und 30 % auf die erste Lieferung sparen! JETZT HELLOBELLO KENNENLERNEN Hund und Hitze trinken Wassertrinkspiele für den Hund bei Hitze Ein lustiges Spiel für den Hund ist es, Leckerchen aus dem Wasser zu fischen. Nimm dazu eine flache Schüssel und ein paar seiner liebsten Hundekekse und los geht's. So kannst du dir sicher sein, dass dein Vierbeiner noch ein bisschen Wasser aufnimmt und es ist eine abwechslungsreiche Beschäftigung. Solltest du jedoch merken, dass dein Hund auffällig wenig Wasser trinkt und auch sonst sehr matt und erschöpft wirkt, suche sicherheitshalber deinen Tierarzt auf. Lies auch: Hundeeis selber machen: 3 leckere Rezepte Hund und Hitze: Hilfsmittel aus dem Fachhandel Mittlerweile gibt es zahlreiche Produkte aus dem Tierhandel, die deinem Hund helfen können sich an heißen Tagen etwas abzukühlen. Allerdings sind nicht alle davon so hilfreich, wie es auf den ersten Blick scheint. Kühlwesten und Kühlschals werden dem Hund angezogen. Bei diesen Produkten hat der Hund aber keine Möglichkeit zu entkommen, wenn es ihm unangenehm bzw. zu kalt wird. Deutlich geeigneter sind hier die Kühlmatten oder auch ein feuchtes Handtuch. Darauf kann dein Hund sich legen, wenn er es möchte und selbst entscheiden wie lange er liegen bleibt. Wichtig ist, dass die Matte und das Handtuch niemals auf den Hund gelegt wird. Ansonsten kann Staunässe entstehen und anstatt zu kühlen, wird es noch wärmer. Bei manchen Hunderassen kann auch eine Rasur im wahrsten Sinne des Wortes für Erleichterung sorgen. Informiere dich bitte vorher, ob es für deinen Hund in Frage kommt – denn nicht jedes Fell ist dafür geeignet. Ebenfalls solltest du darauf achten, dass es nicht zu kurz geschoren wird, damit die Haut weiterhin ausreichend vor der Sonne geschützt ist. Hund und Hitze Fell schneiden Hund und Hitze: Den Sommer gemeinsam genießen An heißen Tagen ist dein Hund auf deine Unterstützung angewiesen! Genießt den Sommer gemeinsam im Schatten, mit reichlich Wasser und frischem Obst. Beeren und Wassermelone kannst du sogar mit deinem Vierbeiner teilen – eine tolle, gesunde Erfrischung für Hund und Mensch. Vergiss nicht, Spaziergänge in die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen und Asphalt zu meiden, da dieser sich stark aufheizen kann. Ein kühlendes Hundebett oder feuchte Handtücher können zusätzlich helfen, deinen Hund angenehm kühl zu halten. So wird der Sommer für euch beide entspannt und sicher.

Alexa Hammerschmidt
Mythos oder Wahrheit? Ist der Hund ein reiner Fleischfresser?

Ist der Hund wirklich ein reiner Fleischfresser - oder frisst er mehr als nur Fleisch? Wenn es um die richtige Ernährung unserer vierbeinigen Freunde geht, gibt es viele Meinungen, Annahmen und Mythen. Eine der gängigsten ist, dass der Hund nur Fleisch oder sehr viel Fleisch braucht, um gesund zu bleiben. Aber stimmt das wirklich? Wir haben den Mythos „Der Hund ist ein reiner Fleischfresser" aus veterinärmedizinischer Sicht unter die Lupe genommen und beleuchten die wahren Ernährungsbedürfnisse unserer Hunde. In diesem Blogbeitrag erfährst du, ob und wie pflanzliche Bestandteile in den Napf deines Hundes gehören und wie eine artgerechte, ausgewogene Ernährung aussieht. Lass dich überraschen, was die Wissenschaft zu diesem Thema zu sagen hat und wie du deinem Hund zu einer rundum gesunden Ernährung verhelfen kannst! Frischfutter vs. Industriefutter: Jetzt E-Book downloaden! Teste HelloBello und spare 30 % auf deine erste Lieferung! Mythos: Der Hund ist ein reiner Fleischfresser Leider ist diese Annahme vieler Menschen, dass der Hund ein reiner Fleischfresser ist, nicht korrekt. Der Hund ist ein Carni-omnivor, also ein Allesfresser. Sein Verdauungstrakt und Stoffwechsel sind nicht auf die ausschließliche Aufnahme von Nahrungsmitteln tierischer Herkunft ausgelegt. In der Gemeinschaft mit dem Menschen wurde der Hund über die Jahrtausende sogar mehr und mehr zum Omnivor. Schon in der Barockzeit wurden die wertvollsten, teuersten Meutehunde für lange Verfolgungsjagden überwiegend mit „Hundebrot" gefüttert. Auch in weiterer Folge, in der sich der Hund immer mehr der urbanisierten Gesellschaft des Menschen befindet, ist er natürlich von der Nahrungszuteilung des Menschen abhängig. Diese beinhaltete nur in geringem Maße, auch für den Menschen sehr wertvolles, Muskelfleisch. Lies auch: Hundefutter – Häufige Fragen kurz beantwortet Exkurs: Was frisst der Wolf? Aber auch ein genauerer Blick in die Natur zeigt, dass der Wolf kein reiner Fleischfresser ist. Er frisst die unterschiedlichsten Beutetiere, die eine komplett andere Zusammensetzung haben, als ein einseitig zusammengesetztes Muskelfleisch (siehe Tabelle unten). Andererseits ist der Wolf auch kein strikter Beutefresser. Je nach Versorgungslage, Alter und Angebot frisst er auch pflanzliches Material, wie zum Beispiel: Gräser, Wurzeln, Früchte, Blätter, Exkremente von Pflanzenfressern und sonstige Abfälle. Wolf in a norwegian winter forest. Cold day, february. Das primäre Ziel der Natur und allen Lebens ist außerdem die Arterhaltung und damit liegt der Fokus des Wolfes in der schnellen und erfolgreichen Fortpflanzung. Das Ziel ist es also nicht ein möglichst langes Leben zu gewährleisten. Die wenigsten Wölfe werden in freier Wildbahn älter als 5 Jahre, dies ist aber doch der Anspruch in der heutigen Gesellschaft, die den Hund als Partner verstehen möchte. Ernährung eines Haushundes Dass der Hund ein reiner Fleischfresser ist, stimmt also nicht. Unsere Fütterung soll auf ausdauernde Gesundheit und nicht auf schnelllebige Fortpflanzung ausgerichtet sein. Dies macht einen enormen Unterschied. Dadurch ist es für den Haushund, ebenso wie für den Menschen, empfehlenswert hochwertige Ballaststoffe aufzunehmen. Sie regulieren die Verdauung, fördern die Darmgesundheit und entlasten Niere und Leber. Hunde sind vermutlich die ersten domestizierten Tiere überhaupt. Genomanalysen zufolge begann die Domestizierung mindestens vor 10.000 Jahren. Fossilfunde reichen sogar bis 33.000 Jahre vor Christus zurück. Dies ist eine lange Zeit, in der sich der Hund nicht wie seine wildlebenden Vorfahren ernährt hat. Mittlerweile ist es bekannt, dass Hunde Stärke (Kohlenhydrate) effektiv verdauen können. Vor kurzem wurden sogar die dafür wichtigen, bzw. veränderten Gene entschlüsselt (Axelsson et al. 2013). Durch diese Anpassung im Erbgut hat der Hund eine hohe Verdauungskapazität für Stärke erhalten. Bis zu zwei Drittel der gesamten Energieaufnahme können sogar problemlos Kohlenhydrate sein. Nährstoffgehalte im Vergleich Nager versus Fleisch INHALTSSTOFFE Kleiner Nager Schweinefleisch (Schnitzel) Fett (g) 25-30 7,5 Protein (g) 50-60 87 Kalzium (mg) 3000 36 Phosphor (mg) 1500 683 Natrium (mg) 200 286 Kupfer (mg) 1 1,2 Jod (mg) 40 - Vitamin A (IE) 300 - Quelle: Ernährung des Hundes; Prof. Zentek et al. 2016 In der Tabelle siehst du deutlich die ernährungsphysiologischen Unterschiede zwischen einem Beutetier, wie zum Beispiel einem Nager, und einem Stück Muskelfleisch, wie wir Menschen es essen oder auch verfüttern. Du willst wissen, wie du deinen Hund optimal ernähren kannst? Dann schau auf unserem Blogbeitrag „Hundefutter – dein Leitfaden“ vorbei! Quellen: -Zentek, J. et al. 2016: Ernährung des Hundes. 8 aktualisierte Auflage. Enke Verlag -Fritz, J. 2015: Hunde barfen, Alles über Rohfütterung. Ulmer Verlag

Dr. Eva Schmal-Filius
Pfoten weg von giftigen Lebensmitteln!

„Aber er schaut soooo süß – da kann ich einfach nicht widerstehen.“ Und schon landet etwas von unserem Teller im Hundemaul. Doch es gibt Lebensmittel, die wir gerne essen, aber für den Hund giftig sind und zu einer ernsthaften Gefahr werden können. Hier wollen wir die wichtigsten benennen und auch erklären, ab welchen Mengen diese Lebensmittel zu Problemen führen. Schokolade: (Theobromin) Theobromin (ein Methylxanthin, wie Coffein) führt zu schweren Vergiftungen bei unseren Hunden. Die Tiere zeigen Unruhe, verstärkte Atmung, Durst, Herzrhythmusstörungen, Fieber, Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen. Schon innerhalb von 2-4 Stunden kommt es zum Auftreten der ersten Symptome. In weiterer Folge ist auch das Nervensystem betroffen. Dies äußert sich in Hyperreflexien (Übererregbarkeit) und Krämpfen. Die Tiere sterben dann an Atem- und oder Herzstillstand. Die minimal tödliche Dosis von Theobromin liegt beim Hund im Bereich von 250-500mg/kg (Dolder, 2013). Ab 40mg/kg Milchschokolade sollte das Tier in medizinische Obhut und Kontrolle übergeben und überwacht bzw. behandelt werden. Bei dunkler Schokolade können schon kleinere Dosen giftig sein und zu massiven Problemen führen, da es hier ein suboptimales Coffein/ Theobromin- Verhältnis gibt. Hier sollte man schon bei 20mg/kg handeln. Die langanhaltende Aufnahme (über mehrere Tage/ Wochen) kann zu Herzversagen führen. Knoblauch und Zwiebelgewächse (Allium sp.): Zu den Zwiebel- und Lauchgewächsen zählen auch Knoblauch, Bärlauch, Schnittlauch und Schalotten. Bei der Aufnahme dieser Pflanzenarten kommt es zur Zerstörung der roten Blutkörperchen (Hämolytische Anämie). Sie bemerken blasse Schleimhäute, forcierte Atmung und Herzrasen. Durch den Abbau der roten Blutkörperchen können Sie oft einen roten Harn wahrnehmen und auch die Leber wird dadurch belastet. Außerdem kommt es zu Schleimhautschäden des Magen- Darm- Traktes, welche sich in Erbrechen und Durchfall äußern. Als toxische Dosis gelten: Knoblauch: 5-16g/kg oder ab 1,25ml/kg Knoblauchextrakt. Zwiebel: ab 5g/kg/ Tag (Harvey und Rackear, 1985) Es sei hier ebenfalls erwähnt, dass auch die kontinuierliche Aufnahme kleiner Mengen langfristig zu Veränderungen im Blutbild führen können. Vor allem Lauch und Knoblauch sind unverständlicherweise immer wieder in Gemüseflocken für Hunde und in „naturnahen“ Fertigfutter enthalten. Aber auch zur Parasitenprophylaxe werden sie hin und wieder verwendet. Lauchgewächse sind für den Hund giftige Lebensmittel. Weintrauben und Rosinen: Weintrauben sowie deren Produkte können innerhalb kürzester Zeit zu schweren Vergiftungen, mit akutem Nierenversagen führen. Warum das so ist, ist noch nicht ganz geklärt. Eine Theorie besagt, dass dem Hund ein Enzym fehlt, welches normal den toxischen Bestandteil aus der Schale der Traube spalten kann, dieser „verstopft“ dann die Nierentubuli und führt dazu, dass diese nicht mehr arbeiten können. Eine weitere Lehrmeinung ist, dass die zu messende Hyperkalzämie (zu hohes Kalzium) im Blut die Niere schädigt (CliniPharm, CliniTox, Vet Med Zürich). Bereits 10-30g Weintrauben/kg bzw. 3g Rosinen/kg vom Hundegewicht können schon ausreichen um Schäden zu verursachen. Die klinischen Symptome sind Erbrechen, Lethargie und Abdominalschmerz. Im Blut ist eine Erhöhung aller nierenspezifischen Werte zu beobachten (Harnstoff, Kreatinin, Hyperkalzämie, Hyperphosphatämie, Azotämie, erhöhte Amylase). Eine Notfalltherapie sollte zügig eingeleitet werden. Avocados: Das in Avocados enthaltene Persin verursacht Herzprobleme und auch nachhaltige Schäden am Herzmuskel (Myokard-Nekrosen). Viele Fallbeispiele belegen auch, dass Hunde durch den Verzehr Magen-Darm-Probleme und auch Bauchspeicheldrüsenentzündungen bekommen können. Dies könnte im Zusammenhang mit dem hohen Fettgehalt der Avocados stehen. Persin kann außerdem eine sterile Mastitis, also eine Gesäugeentzündung hervorrufen (Bough, 2011). 24-48 Stunden nach dem Verzehr kommt es zu Lethargie, Dyspnoe, subkutanen Ödemen, Husten, Schwäche, Herzarrhythmien, Herzversagen, bis hin zum plötzlichen Tod (CliniPharm CliniTox Vet Med Zürich). Süßstoff (Xylit): Xylit (= Xylitol) wird gerne als Zuckerersatz in Süßspeisen verwendet, ist aber auch in anderen Produkten des täglichen Lebens, wie Zahnpasta, Kaugummi, Zuckerln zu finden. süssstoff wird oft zum backen verwendet und kann für den hund schnell gefährlich werden. Es kommt nach Aufnahme zu einer Unterzuckerung (Hypogykämie). Die Tiere sind matt, schläfrig bis bewusstlos. Es kann zu Krämpfen, Erbrechen und Blutungen aus Nase und Maul kommen. Die Leber wird stark geschädigt und kann auch nachhaltig Schaden nehmen, sollte das Tier überlebt haben. Toxische Dosis: 0,15-16g/ kg Ab einer Dosis von 0,1g Xylit/kg sollte der Hund stationär aufgenommen werden und der Blutzuckerspiegel und die Leberwerte engmaschig kontrolliert werden. Macadamiannüsse: Diese Nüsse enthalten cyanogene Glykoside, die durch Ankochen (Paraboiling) entfernt werden können. Auch die roh essbaren Sorten sind für unsere Hund giftig. Der genaue Wirkungsmechanismus, warum Macadamias zu klinischen Symptomen führen ist noch nicht bekannt. Die Hunde zeigen nach Aufnahme Fieber, Erbrechen und Lähmungserscheinungen. Die toxische Dosis ist individuell und scheint von Hund zu Hund zu variieren. Die Spannbreite liegt zwischen 0,7g/kg und 62g/kg. Das heißt, dass bereits 4 Nüsse bei einem 15kg Hund bei der unteren Grenze zu Problemen führen können. Coffein: In Kaffee, Tee, Kakaoprodukten, Guarana und auch vielen Energie Drinks ist Koffein (Methylxanthine) enthalten. Die minimale tödliche Dosis bei oraler Aufnahme von Coffein beträgt beim Hund 110mg/kg, ab 60mg/kg kann es aber schon lebensbedrohlich werden. Der Koffeingehalt schwankt je nach Kaffeesorte und Zubereitung. Im Schnitt enthält Kaffee zwischen 60 und 100mg Koffein pro 100ml. Schwarzer Tee liegt in etwa bei der Hälfte (35mg/100ml). Die Symptome sind ähnlich wie bei der Aufnahme von Schokolade. Unruhe, Zittern, Herzrasen, Hecheln, Speicheln, Krampfanfälle, Erbrechen, Durchfall. Schließlich kommt es zum Herz- und Atemstillstand. Kaffee solltest du mit deinem Hund besser nicht teilen. Mythos: Tomaten und Paprika sind giftig Tomaten und Paprika gehören zu den Nachtschattengewächsen, welche prinzipiell giftig sind. Allerdings muß hier berücksichtigt werden um welche Teile der Pflanze es sich handelt! Blätter und unreife Früchte sind toxisch! Reife Tomaten und Paprika dürfen ohne Bedenken gefüttert werden. Auch Kartoffeln und Melanzani gehören zu den Nachtschattengewächsen. Beide müssen gekocht werden und können dann ohne Probleme verfüttert werden. Diese Liste ist selbstverständlich keine vollständige Auflistung aller giftigen Futtermittel, aber soll einen kleinen Überblick über die Gängigen geben. Natürlich ist gerade bei Vergiftungen auch eine individuelle Komponente von Bedeutung. Die toxischen Dosen sind klarer Weise nur Richtwerte. Ein Hund kann auch einmal schon bei kleineren Mengen Symptome zeigen oder aber auch mehr von dem Giftstoff aufnehmen, ohne Symptome zu zeigen. Solltest du dir unsicher sein, ob dein Hund ein bestimmtes Lebensmittel fressen darf, verzichte lieber darauf es ihm zu geben. Mit einem hochwertigen, bedarfsdeckenden Hundefutter ist er mit allem versorgt, was er braucht. WICHTIG Bitte fahre bei jedem Vergiftungsverdacht umgehend in eine Tierklinik. Bis zu 3 Stunden nach Aufnahme des Giftes ist es möglich eine Spritze zu verabreichen, auf die das Tier sofort erbricht. So kann noch versucht werden die Aufnahme des Stoffes in den Organismus möglichst gering zu halten. Wusstest du, dass dein Hund nicht nur durch ungeeignete Lebensmittel eine Vergiftung erleiden kann? Auf unserem Blog findest du einen informativen Beitrag über die Wasservergiftung beim Hund. Quellen: Bough, 2011 CliniPharm, CliniTox. VetMed Zürich Dolder, 2013 Fritz, 2015: Hunde barfen - Alles über Rohfütterung Harvey und Rackear, 1985

Dr. Eva Schmal-Filius
Hund und Hitze – ein gefährliches Duo

Hundebesitzer aufgepasst! Der Sommer ist da! Es ist wieder Zeit für Eiscreme, Baden und in der Sonne brutzeln. Doch alles, was wir Menschen am Sommer und der Wärme so lieben, kann für unsere Hunde schnell zu einer gefährlichen Belastung werden. Hund und Hitze sind nämlich ein gefährliches Duo. Wir können frei entscheiden, wie wir unseren Körper abkühlen und wie viel Hitze und Sonne wir vertragen. Aber wie machen Hunde das? Nicht alle Hunde empfinden Hitze gleich, manche vertragen sie besser als andere. Herkunft und Rasse des Hundes spielen eine entscheidende Rolle. Ein Siberian Husky wird sich im Hochsommer nie so wohl fühlen wie ein afrikanischer Rhodesian Ridgeback. Je nach Rasse verträgt der Hund die hohen Temperaturen besser oder schlechter. Besonders schwer haben es kurznasige, stark übergewichtige, kranke und ältere Hunde. Diese Hunde brauchen besondere Aufmerksamkeit und Pflege, um die heißen Tage gut zu überstehen. Beobachte deinen Hund gut und handle entsprechend, um eine Überhitzung zu vermeiden. im Graß liegender Huskey Hund und Hitze Hund und Hitze: Haben Hunde Schweißdrüsen? Die Aussage "Hunde können nicht schwitzen" ist per se nicht ganz richtig. Denn an den Pfoten haben Hunde tatsächlich Schweißdrüsen. Diese reichen aber bei Weitem nicht aus, um den gesamten Körper abzukühlen. Also wie regulieren Hunde ihre Körpertemperatur? Den größten Teil der Arbeit erledigen hier Mund, Zunge und Nase. An heißen Tagen hängt die Zunge weit aus dem Maul heraus und dein Vierbeiner hechelt und hechelt. Die warme Luft wird über die Maulhöhle ausgeatmet, wobei der Speichel auf der Zungenoberfläche verdunstet und so für Abkühlung sorgt. Je stärker der Hund hechelt, desto mehr wird der Körper gekühlt. Lies auch: Wasservergiftung beim Hund: Symptome, Behandlung & Prävention Hund und Hitze: So einfach kannst du deinem Hund bei helfen Für Hundebesitzer ist es unerlässlich den Hund an heißen Tagen gut im Blick zu behalten und ihm mit einfachen Tricks zu helfen: Mittagshitze vermeiden! Spaziergänge im besten Fall in die frühen Morgenstunden oder in den Abend legen. Bei Ausflügen und längeren Spaziergängen ausreichend Wasser mitnehmen. Laufen auf Asphalt so gut es geht vermeiden. Wenn du deinen Handrücken nicht länger als 5 Sekunden auf den Asphalt legen kannst, ist er für Hundepfoten definitiv zu heiß! Fahrrad- und Inlinertouren ohne Hund genießen. Für Schattenplätze sorgen, auf die der Hund sich zurückziehen kann. Den Hund NIEMALS im Auto lassen! Ausreichende Hydrierung bei Hitze Fürsorgliche Hundebesitzer machen sich natürlich auch Gedanken darüber, ob der geliebte Vierbeiner an heißen Tagen ausreichend hydriert ist. Zur ersten Beruhigung: Hunde haben grundsätzlich ein sehr gutes Gespür dafür, wie viel Wasser ihr Körper braucht und trinken von sich aus genug, solange er Zugang zu frischem Trinkwasser hat. Trotzdem kann es nicht schaden, die Wasseraufnahme besonders während einer Hitzeperiode im Blick zu behalten. Ein Futter mit hohem Feuchtigkeitsgehalt kann an solchen Tagen eine große Hilfe sein. Hochwertiges Frischfutter von HelloBello enthält ca. 70% Feuchtigkeit und sichert so schon einen großen Teil der Wasserversorgung des Hundes. Im Vergleich dazu hat Trockenfutter in der Regel nur zwischen 3% bis 11% Feuchtigkeit und der Hund muss deutlich mehr trinken um ausreichend hydriert zu sein.HelloBello probieren und 30 % auf die erste Lieferung sparen! JETZT HELLOBELLO KENNENLERNEN Hund und Hitze trinken Wassertrinkspiele für den Hund bei Hitze Ein lustiges Spiel für den Hund ist es, Leckerchen aus dem Wasser zu fischen. Nimm dazu eine flache Schüssel und ein paar seiner liebsten Hundekekse und los geht's. So kannst du dir sicher sein, dass dein Vierbeiner noch ein bisschen Wasser aufnimmt und es ist eine abwechslungsreiche Beschäftigung. Solltest du jedoch merken, dass dein Hund auffällig wenig Wasser trinkt und auch sonst sehr matt und erschöpft wirkt, suche sicherheitshalber deinen Tierarzt auf. Lies auch: Hundeeis selber machen: 3 leckere Rezepte Hund und Hitze: Hilfsmittel aus dem Fachhandel Mittlerweile gibt es zahlreiche Produkte aus dem Tierhandel, die deinem Hund helfen können sich an heißen Tagen etwas abzukühlen. Allerdings sind nicht alle davon so hilfreich, wie es auf den ersten Blick scheint. Kühlwesten und Kühlschals werden dem Hund angezogen. Bei diesen Produkten hat der Hund aber keine Möglichkeit zu entkommen, wenn es ihm unangenehm bzw. zu kalt wird. Deutlich geeigneter sind hier die Kühlmatten oder auch ein feuchtes Handtuch. Darauf kann dein Hund sich legen, wenn er es möchte und selbst entscheiden wie lange er liegen bleibt. Wichtig ist, dass die Matte und das Handtuch niemals auf den Hund gelegt wird. Ansonsten kann Staunässe entstehen und anstatt zu kühlen, wird es noch wärmer. Bei manchen Hunderassen kann auch eine Rasur im wahrsten Sinne des Wortes für Erleichterung sorgen. Informiere dich bitte vorher, ob es für deinen Hund in Frage kommt – denn nicht jedes Fell ist dafür geeignet. Ebenfalls solltest du darauf achten, dass es nicht zu kurz geschoren wird, damit die Haut weiterhin ausreichend vor der Sonne geschützt ist. Hund und Hitze Fell schneiden Hund und Hitze: Den Sommer gemeinsam genießen An heißen Tagen ist dein Hund auf deine Unterstützung angewiesen! Genießt den Sommer gemeinsam im Schatten, mit reichlich Wasser und frischem Obst. Beeren und Wassermelone kannst du sogar mit deinem Vierbeiner teilen – eine tolle, gesunde Erfrischung für Hund und Mensch. Vergiss nicht, Spaziergänge in die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen und Asphalt zu meiden, da dieser sich stark aufheizen kann. Ein kühlendes Hundebett oder feuchte Handtücher können zusätzlich helfen, deinen Hund angenehm kühl zu halten. So wird der Sommer für euch beide entspannt und sicher.

Alexa Hammerschmidt
Mythos oder Wahrheit? Ist der Hund ein reiner Fleischfresser?

Ist der Hund wirklich ein reiner Fleischfresser - oder frisst er mehr als nur Fleisch? Wenn es um die richtige Ernährung unserer vierbeinigen Freunde geht, gibt es viele Meinungen, Annahmen und Mythen. Eine der gängigsten ist, dass der Hund nur Fleisch oder sehr viel Fleisch braucht, um gesund zu bleiben. Aber stimmt das wirklich? Wir haben den Mythos „Der Hund ist ein reiner Fleischfresser" aus veterinärmedizinischer Sicht unter die Lupe genommen und beleuchten die wahren Ernährungsbedürfnisse unserer Hunde. In diesem Blogbeitrag erfährst du, ob und wie pflanzliche Bestandteile in den Napf deines Hundes gehören und wie eine artgerechte, ausgewogene Ernährung aussieht. Lass dich überraschen, was die Wissenschaft zu diesem Thema zu sagen hat und wie du deinem Hund zu einer rundum gesunden Ernährung verhelfen kannst! Frischfutter vs. Industriefutter: Jetzt E-Book downloaden! Teste HelloBello und spare 30 % auf deine erste Lieferung! Mythos: Der Hund ist ein reiner Fleischfresser Leider ist diese Annahme vieler Menschen, dass der Hund ein reiner Fleischfresser ist, nicht korrekt. Der Hund ist ein Carni-omnivor, also ein Allesfresser. Sein Verdauungstrakt und Stoffwechsel sind nicht auf die ausschließliche Aufnahme von Nahrungsmitteln tierischer Herkunft ausgelegt. In der Gemeinschaft mit dem Menschen wurde der Hund über die Jahrtausende sogar mehr und mehr zum Omnivor. Schon in der Barockzeit wurden die wertvollsten, teuersten Meutehunde für lange Verfolgungsjagden überwiegend mit „Hundebrot" gefüttert. Auch in weiterer Folge, in der sich der Hund immer mehr der urbanisierten Gesellschaft des Menschen befindet, ist er natürlich von der Nahrungszuteilung des Menschen abhängig. Diese beinhaltete nur in geringem Maße, auch für den Menschen sehr wertvolles, Muskelfleisch. Lies auch: Hundefutter – Häufige Fragen kurz beantwortet Exkurs: Was frisst der Wolf? Aber auch ein genauerer Blick in die Natur zeigt, dass der Wolf kein reiner Fleischfresser ist. Er frisst die unterschiedlichsten Beutetiere, die eine komplett andere Zusammensetzung haben, als ein einseitig zusammengesetztes Muskelfleisch (siehe Tabelle unten). Andererseits ist der Wolf auch kein strikter Beutefresser. Je nach Versorgungslage, Alter und Angebot frisst er auch pflanzliches Material, wie zum Beispiel: Gräser, Wurzeln, Früchte, Blätter, Exkremente von Pflanzenfressern und sonstige Abfälle. Wolf in a norwegian winter forest. Cold day, february. Das primäre Ziel der Natur und allen Lebens ist außerdem die Arterhaltung und damit liegt der Fokus des Wolfes in der schnellen und erfolgreichen Fortpflanzung. Das Ziel ist es also nicht ein möglichst langes Leben zu gewährleisten. Die wenigsten Wölfe werden in freier Wildbahn älter als 5 Jahre, dies ist aber doch der Anspruch in der heutigen Gesellschaft, die den Hund als Partner verstehen möchte. Ernährung eines Haushundes Dass der Hund ein reiner Fleischfresser ist, stimmt also nicht. Unsere Fütterung soll auf ausdauernde Gesundheit und nicht auf schnelllebige Fortpflanzung ausgerichtet sein. Dies macht einen enormen Unterschied. Dadurch ist es für den Haushund, ebenso wie für den Menschen, empfehlenswert hochwertige Ballaststoffe aufzunehmen. Sie regulieren die Verdauung, fördern die Darmgesundheit und entlasten Niere und Leber. Hunde sind vermutlich die ersten domestizierten Tiere überhaupt. Genomanalysen zufolge begann die Domestizierung mindestens vor 10.000 Jahren. Fossilfunde reichen sogar bis 33.000 Jahre vor Christus zurück. Dies ist eine lange Zeit, in der sich der Hund nicht wie seine wildlebenden Vorfahren ernährt hat. Mittlerweile ist es bekannt, dass Hunde Stärke (Kohlenhydrate) effektiv verdauen können. Vor kurzem wurden sogar die dafür wichtigen, bzw. veränderten Gene entschlüsselt (Axelsson et al. 2013). Durch diese Anpassung im Erbgut hat der Hund eine hohe Verdauungskapazität für Stärke erhalten. Bis zu zwei Drittel der gesamten Energieaufnahme können sogar problemlos Kohlenhydrate sein. Nährstoffgehalte im Vergleich Nager versus Fleisch INHALTSSTOFFE Kleiner Nager Schweinefleisch (Schnitzel) Fett (g) 25-30 7,5 Protein (g) 50-60 87 Kalzium (mg) 3000 36 Phosphor (mg) 1500 683 Natrium (mg) 200 286 Kupfer (mg) 1 1,2 Jod (mg) 40 - Vitamin A (IE) 300 - Quelle: Ernährung des Hundes; Prof. Zentek et al. 2016 In der Tabelle siehst du deutlich die ernährungsphysiologischen Unterschiede zwischen einem Beutetier, wie zum Beispiel einem Nager, und einem Stück Muskelfleisch, wie wir Menschen es essen oder auch verfüttern. Du willst wissen, wie du deinen Hund optimal ernähren kannst? Dann schau auf unserem Blogbeitrag „Hundefutter – dein Leitfaden“ vorbei! Quellen: -Zentek, J. et al. 2016: Ernährung des Hundes. 8 aktualisierte Auflage. Enke Verlag -Fritz, J. 2015: Hunde barfen, Alles über Rohfütterung. Ulmer Verlag

Dr. Eva Schmal-Filius
Pfoten weg von giftigen Lebensmitteln!

„Aber er schaut soooo süß – da kann ich einfach nicht widerstehen.“ Und schon landet etwas von unserem Teller im Hundemaul. Doch es gibt Lebensmittel, die wir gerne essen, aber für den Hund giftig sind und zu einer ernsthaften Gefahr werden können. Hier wollen wir die wichtigsten benennen und auch erklären, ab welchen Mengen diese Lebensmittel zu Problemen führen. Schokolade: (Theobromin) Theobromin (ein Methylxanthin, wie Coffein) führt zu schweren Vergiftungen bei unseren Hunden. Die Tiere zeigen Unruhe, verstärkte Atmung, Durst, Herzrhythmusstörungen, Fieber, Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen. Schon innerhalb von 2-4 Stunden kommt es zum Auftreten der ersten Symptome. In weiterer Folge ist auch das Nervensystem betroffen. Dies äußert sich in Hyperreflexien (Übererregbarkeit) und Krämpfen. Die Tiere sterben dann an Atem- und oder Herzstillstand. Die minimal tödliche Dosis von Theobromin liegt beim Hund im Bereich von 250-500mg/kg (Dolder, 2013). Ab 40mg/kg Milchschokolade sollte das Tier in medizinische Obhut und Kontrolle übergeben und überwacht bzw. behandelt werden. Bei dunkler Schokolade können schon kleinere Dosen giftig sein und zu massiven Problemen führen, da es hier ein suboptimales Coffein/ Theobromin- Verhältnis gibt. Hier sollte man schon bei 20mg/kg handeln. Die langanhaltende Aufnahme (über mehrere Tage/ Wochen) kann zu Herzversagen führen. Knoblauch und Zwiebelgewächse (Allium sp.): Zu den Zwiebel- und Lauchgewächsen zählen auch Knoblauch, Bärlauch, Schnittlauch und Schalotten. Bei der Aufnahme dieser Pflanzenarten kommt es zur Zerstörung der roten Blutkörperchen (Hämolytische Anämie). Sie bemerken blasse Schleimhäute, forcierte Atmung und Herzrasen. Durch den Abbau der roten Blutkörperchen können Sie oft einen roten Harn wahrnehmen und auch die Leber wird dadurch belastet. Außerdem kommt es zu Schleimhautschäden des Magen- Darm- Traktes, welche sich in Erbrechen und Durchfall äußern. Als toxische Dosis gelten: Knoblauch: 5-16g/kg oder ab 1,25ml/kg Knoblauchextrakt. Zwiebel: ab 5g/kg/ Tag (Harvey und Rackear, 1985) Es sei hier ebenfalls erwähnt, dass auch die kontinuierliche Aufnahme kleiner Mengen langfristig zu Veränderungen im Blutbild führen können. Vor allem Lauch und Knoblauch sind unverständlicherweise immer wieder in Gemüseflocken für Hunde und in „naturnahen“ Fertigfutter enthalten. Aber auch zur Parasitenprophylaxe werden sie hin und wieder verwendet. Lauchgewächse sind für den Hund giftige Lebensmittel. Weintrauben und Rosinen: Weintrauben sowie deren Produkte können innerhalb kürzester Zeit zu schweren Vergiftungen, mit akutem Nierenversagen führen. Warum das so ist, ist noch nicht ganz geklärt. Eine Theorie besagt, dass dem Hund ein Enzym fehlt, welches normal den toxischen Bestandteil aus der Schale der Traube spalten kann, dieser „verstopft“ dann die Nierentubuli und führt dazu, dass diese nicht mehr arbeiten können. Eine weitere Lehrmeinung ist, dass die zu messende Hyperkalzämie (zu hohes Kalzium) im Blut die Niere schädigt (CliniPharm, CliniTox, Vet Med Zürich). Bereits 10-30g Weintrauben/kg bzw. 3g Rosinen/kg vom Hundegewicht können schon ausreichen um Schäden zu verursachen. Die klinischen Symptome sind Erbrechen, Lethargie und Abdominalschmerz. Im Blut ist eine Erhöhung aller nierenspezifischen Werte zu beobachten (Harnstoff, Kreatinin, Hyperkalzämie, Hyperphosphatämie, Azotämie, erhöhte Amylase). Eine Notfalltherapie sollte zügig eingeleitet werden. Avocados: Das in Avocados enthaltene Persin verursacht Herzprobleme und auch nachhaltige Schäden am Herzmuskel (Myokard-Nekrosen). Viele Fallbeispiele belegen auch, dass Hunde durch den Verzehr Magen-Darm-Probleme und auch Bauchspeicheldrüsenentzündungen bekommen können. Dies könnte im Zusammenhang mit dem hohen Fettgehalt der Avocados stehen. Persin kann außerdem eine sterile Mastitis, also eine Gesäugeentzündung hervorrufen (Bough, 2011). 24-48 Stunden nach dem Verzehr kommt es zu Lethargie, Dyspnoe, subkutanen Ödemen, Husten, Schwäche, Herzarrhythmien, Herzversagen, bis hin zum plötzlichen Tod (CliniPharm CliniTox Vet Med Zürich). Süßstoff (Xylit): Xylit (= Xylitol) wird gerne als Zuckerersatz in Süßspeisen verwendet, ist aber auch in anderen Produkten des täglichen Lebens, wie Zahnpasta, Kaugummi, Zuckerln zu finden. süssstoff wird oft zum backen verwendet und kann für den hund schnell gefährlich werden. Es kommt nach Aufnahme zu einer Unterzuckerung (Hypogykämie). Die Tiere sind matt, schläfrig bis bewusstlos. Es kann zu Krämpfen, Erbrechen und Blutungen aus Nase und Maul kommen. Die Leber wird stark geschädigt und kann auch nachhaltig Schaden nehmen, sollte das Tier überlebt haben. Toxische Dosis: 0,15-16g/ kg Ab einer Dosis von 0,1g Xylit/kg sollte der Hund stationär aufgenommen werden und der Blutzuckerspiegel und die Leberwerte engmaschig kontrolliert werden. Macadamiannüsse: Diese Nüsse enthalten cyanogene Glykoside, die durch Ankochen (Paraboiling) entfernt werden können. Auch die roh essbaren Sorten sind für unsere Hund giftig. Der genaue Wirkungsmechanismus, warum Macadamias zu klinischen Symptomen führen ist noch nicht bekannt. Die Hunde zeigen nach Aufnahme Fieber, Erbrechen und Lähmungserscheinungen. Die toxische Dosis ist individuell und scheint von Hund zu Hund zu variieren. Die Spannbreite liegt zwischen 0,7g/kg und 62g/kg. Das heißt, dass bereits 4 Nüsse bei einem 15kg Hund bei der unteren Grenze zu Problemen führen können. Coffein: In Kaffee, Tee, Kakaoprodukten, Guarana und auch vielen Energie Drinks ist Koffein (Methylxanthine) enthalten. Die minimale tödliche Dosis bei oraler Aufnahme von Coffein beträgt beim Hund 110mg/kg, ab 60mg/kg kann es aber schon lebensbedrohlich werden. Der Koffeingehalt schwankt je nach Kaffeesorte und Zubereitung. Im Schnitt enthält Kaffee zwischen 60 und 100mg Koffein pro 100ml. Schwarzer Tee liegt in etwa bei der Hälfte (35mg/100ml). Die Symptome sind ähnlich wie bei der Aufnahme von Schokolade. Unruhe, Zittern, Herzrasen, Hecheln, Speicheln, Krampfanfälle, Erbrechen, Durchfall. Schließlich kommt es zum Herz- und Atemstillstand. Kaffee solltest du mit deinem Hund besser nicht teilen. Mythos: Tomaten und Paprika sind giftig Tomaten und Paprika gehören zu den Nachtschattengewächsen, welche prinzipiell giftig sind. Allerdings muß hier berücksichtigt werden um welche Teile der Pflanze es sich handelt! Blätter und unreife Früchte sind toxisch! Reife Tomaten und Paprika dürfen ohne Bedenken gefüttert werden. Auch Kartoffeln und Melanzani gehören zu den Nachtschattengewächsen. Beide müssen gekocht werden und können dann ohne Probleme verfüttert werden. Diese Liste ist selbstverständlich keine vollständige Auflistung aller giftigen Futtermittel, aber soll einen kleinen Überblick über die Gängigen geben. Natürlich ist gerade bei Vergiftungen auch eine individuelle Komponente von Bedeutung. Die toxischen Dosen sind klarer Weise nur Richtwerte. Ein Hund kann auch einmal schon bei kleineren Mengen Symptome zeigen oder aber auch mehr von dem Giftstoff aufnehmen, ohne Symptome zu zeigen. Solltest du dir unsicher sein, ob dein Hund ein bestimmtes Lebensmittel fressen darf, verzichte lieber darauf es ihm zu geben. Mit einem hochwertigen, bedarfsdeckenden Hundefutter ist er mit allem versorgt, was er braucht. WICHTIG Bitte fahre bei jedem Vergiftungsverdacht umgehend in eine Tierklinik. Bis zu 3 Stunden nach Aufnahme des Giftes ist es möglich eine Spritze zu verabreichen, auf die das Tier sofort erbricht. So kann noch versucht werden die Aufnahme des Stoffes in den Organismus möglichst gering zu halten. Wusstest du, dass dein Hund nicht nur durch ungeeignete Lebensmittel eine Vergiftung erleiden kann? Auf unserem Blog findest du einen informativen Beitrag über die Wasservergiftung beim Hund. Quellen: Bough, 2011 CliniPharm, CliniTox. VetMed Zürich Dolder, 2013 Fritz, 2015: Hunde barfen - Alles über Rohfütterung Harvey und Rackear, 1985

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